Archiv Seite 2

GameKit Workshop Tag 3

Heute haben wir drei Stunden damit verbracht, die Arduino-Umgebung, den FTDI-Treiber sowie die Game-Kit Library zu auf fünf Computern zu installieren. Merke: Es gibt Menschen, die haben noch nie einen Computer benutzt – und damit meine ich nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene. Wahrscheinlich fangen heute die meisten einfach mit dem Smartphone oder Tablet an und lernen garnicht mehr solche Dinge wie Ordnerstruktur, Kopieren, Desktop oder Datei.

Man sollte also stets davon ausgehen, bei den Grundlagen zu beginnen. Puh – denen soll ich programmieren beibringen? Wir werden sehen! Jetzt sind jedenfalls alle Rechner entsprechend eingerichtet und wir können morgen loslegen.

Ich das Gefühl dass mein Workshop-Programm doch etwas ambitioniert war. Aber ich hoffe wir schaffen morgen ein „Hello World“ auf unserem Gamekit und vielleicht auch einen Pixel (dieses Wort haben wir bereits in der ersten Stunde gelernt) auf dem Display zu bewegen.

Die Kids werden froh sein, wenn sie am Ende (endlich) das Spiel „mit dem Schießen“ auf der Konsole haben :) Mindestens mitnehmen sollten sie auch die Information, wie man andere Spiele auf das Kit aufspielt, damit sie je nach Stimmung den Inhalt des Speichers ändern können.

Mit Kindern basteln

Gestern war der erste Tag des Mignon Game Kit Workshops im FIZ in Berlin-Spandau. Mein erster Workshoptag überhaupt – so als Leiter. Wider Erwarten sind es nun 10 Teilnehmer + 2 erwachsene Begleiterinnen geworden, was schon ganz schön viel ist für einen Anleiter und zehn Anfänger ohne Vorerfahrung. Die Kinder sind so zwischen 8-12 Jahren alt, und gerade die jüngeren ohne Begleitung haben schwierigkeiten. Aus diesem Grund war es ja auch erwünscht dass die unter 10jährigen mit Elternteil o.ä. kommen. Seis drum. Es macht allen Spaß, auch wenn es gerade für die kleineren Jungs eine ganz schöne Herausforderung an die Konzentration ist.

Löten

Gestern haben wir den ganzen Tag gelötet. Ich finde es nicht erstaunlich, jedoch bemerkenswert, dass die Mädchen die begabteren Löterinnen sind. Konzentriert setzen sie ordentliche Lötstellen, wo es bei den Jungs nur so qualmt – da wird schonmal das Plastikgehäuse der Lötstation malträtiert. Zwei Platinen habe ich dann auch am Abend mit nach Haus genommen – ich musste noch ein paar Widerstände aus- und wieder einlöten, da die beiden die falschen genommen hatten. Schließlich sollen heute alle auf dem gleichen Stand sein.

Ich denke heut Abend haben alle ihre Gamekits fertig und ich bin gespannt, wieviele dann auch funktionieren :)

mignon game kit

Audio Adventskalender mit modernem Formfaktor

Vor einigen Jahren habe ich ja den Audio Adventskalender gebastelt. Zu dieser Zeit benutzte ich einen Arduino Duevillanove und das WaveShield von Adafruit zum Abspielen der Tondateien. Diese inzwischen doch in die Jahre gekommene Hardware tut zwar was sie soll, ist aber doch recht klobig und passt so gerade in die kleine Box. Für eine elegantere Lösung inspirierte mich das Noko-Projekt aus dem Make-Magazin.

Noko

Im inneren des Plüschmonsters werkeln nämlich ein Arduino Nano und ein MP3-Modul JQ6500. Die beiden Teile sind für insgesamt ca 13 Euro bei E-Bay aus China zu haben, oder gegen etwas Aufpreis auch vom europäischen Versandhändler. Hinzu käme für einen Audio Adventskalender allerdings noch eine Verstärkerschaltung, da das mp3-Modul nicht genug Ausgangspower liefert.

Mignon Game Kit Workshop

In der letzten Oktoberwoche werde ich einen Workshop mit dem Mignon Game Kit leiten. Das Kit ist ein Bausatz mit dem man eine tragbare Spielkonsole mit einem LED Matrix Display basteln kann. Der Workshop richtet sich an Kinder von 8-12 und interessierte Erwachsene als Begleitung/Coach – gerade für die kleineren Kinder.

Es ist der erste Workshop dieser Art, den ich durchführe und ich bin sehr gespannt, ob meine Planung und meine Ideen soweit aufgehen. Infos, Folien, Beispielprogramme findest Du auf https://mischk.neocities.org/ .

Ich denke ich werde hier berichten wie es lief und evtl auch ein paar Bilder posten.

Maker-Tipp: billiges Batteriefach

So ein Batteriefach mit Schalter für zwei AA Batterien gibt es z.B. bei Conrad Elektronik für 2,29.

Batteriefach

Im 1-Euro-Shop um die Ecke gibts quasi noch 10 LEDs gratis dazu – und das für 1 Euro! Die kleine LED-Lichterkette eignet sich also hervorragend zum ausschlachten :) Happy Basteling!

Lichterkette

Stereoverstärker ans Netzwerk anschließen

Mit Pi Musicbox und einem Raspberry Pi kann man eine alte Stereoanlage Netzwerkfähig machen. Nachdem ich vorgestern Abend damit verbracht habe, mpd auf einem Raspberry Pi zu konfigurieren, dieser aber immer noch nicht so funktionierte wie ich es mir wünschte, bin ich auf das Projekt „Pi Musicbox“ gestoßen. Dieser Netzwerk-Musikplayer bietet alles was das Herz begehrt von Hause aus. Er kann Musikdateien in verschiedenen Formaten abspielen und bietet dazu noch Zugang zu Musikdiensten wie Soundcloud, Spotify, Google Music, Onlineradios, Podcasts …

Pi MusicBox

Eine Eierlegende Wollmilchsau, die den alten Stereoverstärker ins Internet-Zeitalter holt. Bedient wird das ganze über ein Webinterface. Ein Smartphone oder Tablet lässt sich so als Fernbedienung benutzen. Dies funktioniert wunderbar und fühlt sich auf dem Firefox-OS Handy an wie eine „richtige“ App.

PiMusicbox Webinterface

Der nächste logische Schritt wäre den Raspberry Pi ins Gehäuse vom Verstärker einzubauen, entsprechend die Stromversorgung sowie diverse Interfaces zu organisieren (Status-LED an der Frontseite, USB-Eingang irgendwo). Das ist aber mit Sicherheit der kompliziertere Part, denn die PiMusicbox lässt sich sehr einfach installieren: einfach das SD-Karten Image runterladen, auf SD-Karte schreiben und Pi booten.

Conrad Adventskalender 2013 – Logik verstehen

Zwar ist die halbe Adventszeit bereits vorbei, für Menschen, die sich für Digitale Logik interessieren, aber bisher ohne Vorkenntnisse in diesem Bereich sind, lohnt es sich trotzdem noch, bei Conrad nach einem Restposten zu fragen (Tipp: nach Weihnachten werden die Reste oft für 5 Euro verkauft, das lohnt sich für den Inhalt wirklich)…

Inhalt des Adventskalenders ist diesmal ein kleines Lernpaket rund um digitale Logik. Herz der Schaltungen ist ein IC 4093 mit vier NAND Gattern. Daraus kann man dann alle möglichen Logik-Schaltungen basteln. Auch wenn vielleicht nicht alle im Begleitheft vorgestellt werden, hat man mit dem Adventskalender ein kleines Paket mit dem man diverse Schaltungen ausprobieren kann. Das Internet hilft weiter, oder der lokale Hackerspace….

Der Morast schreibt
übrigens wieder über seine Erfahrungen mit dem Adventskalender. Ein sehr unterhaltsamer Blog, mit hilfreichen Kommentaren von engagierten Elektronik-Fans und Einsteigern.

tfa – Timer 555 für Anfänger Fortsetzung

Die Logs von meinem Blog, sowie ein paar Mails und Kommentare geben Aufschluss darüber, dass viele sich hierher mit Fragen über den NE555 verirren. Aus Zeit und Energiemangel habe ich mit der Blogserie zum Timer-IC nicht weiter gemacht. Ich werde auf jeden Fall im neuen Jahr versuchen, das wieder gut zu machen und die Serie fortführen. Über Vorschläge und Anregungen bin ich dankbar. In diesem Sinne… zum Teufel mit den guten Vorsätzen!

Franzis Lernpaket Röhrentechnik

Elektronenröhren üben immer noch eine große Faszination auf den Hobbyelektroniker aus. Im Gegensatz zu äußerlich eher puristisch daherkommenden modernen Bauteilen, wie Transistoren, Dioden oder ICs umgibt sie schon durch ihr äußeres eine geheimnisvolle Aura. Dass audiophile Zeitgenossen behaupten, Röhrenverstärker hätten einen besseren Klang kommt hinzu.


Mini Röhrenverstärker aus dem Lernpaket

Was macht eigentlich so eine Elektronenröhre, und was macht sie so besonders? Das Lernpaket von Burkhard Kainka, der jährlich auch für den Conrad Adventskalender und einige andere Lernpakete und Radiobausätze verantwortlich ist, gibt Aufschluss.

Ich habe mir das Paket zu Weihnachten gegönnt, auch weil es beim Pearl-Versand deutlich heruntergesetzt war. Endlich mal so eine Elektronenröhre zu beschalten und im besten Fall zu verstehen, was da vor sich geht, waren meine Gründe.

Neben der Röhre und einigen elektronischen Bauteilen bekommt man eine Experimentierplatine, auf der die Versuche aufgebaut werden. Im Gegensatz zur allgemein üblichen Steckplatine ist hier jede Menge Löten angesagt. Eine gute Übung. Die Versuche lassen sich so nicht ruck zuck aufbauen, dafür gibts ein wenig Bastelspaß dazu und man hat genug Zeit über die Theorie zu grübeln. Statt schnell geht es hier eher bedächtig zu. Wem das ewige an und ablöten der Drähte zuviel wird, behilft sich mit ein paar Krokoklemmen. Zumindest bei Versuchen, bei denen ein Widerstand ein paar mal ausgewechselt wird, macht es Sinn, diesen nicht andauernd an und abzulöten.

Bisher habe ich den ersten Teil durchgearbeitet, in dem die grundlegende Funktionsweise erklärt wird. Eine Elektronenröhre besteht im wesentlichen aus einer beheizten Kathode (einem Stück Metall, das mit der Masse verbunden ist), mehreren Gittern und einer Anode. Die Kathode sendet im Betrieb Elektronen ins Vakuum. Liegt an einem Gitter oder einer Anode eine positive Spannung an, wandern diese dorthin und ein Strom fließt. Über die Gitterspannung lässt sich nun der Stromfluss beeinflussen. Sie lässt sich somit am ehesten mit dem modernen Bauteil Transistor vergleichen.

Der zweite Teil beginnt mit der ersten praktischen Anwendung: Man baut einen kleinen Verstärker auf. Die Röhre dient hier als Vorverstärker, die an einen weiteren Endverstärker, in Form eines LM 386, angeschlossen ist. Beim Berühren des Eingang hatte ich sogar Radioempfang, ich habe also bereits ein einfaches Radio gebaut.

LED Weihnachtsstern

Eine nette Löterei zu Weihnachten, gefunden auf Instructables.com.

.

5 LEDs werden in Reihe zu einem Stern verbunden. Ich habe das gleich mal nachgebastelt und nun ein schönes Geschenk für die Mutter meines Freundes. Statt die LEDs direkt an die 9V Batterie zu löten habe ich einen Batterieclip aus einer alten 9V Batterie genommen. Wie man an diesen rankommt, wird auch bei Instructables erklärt.