Franzis Lernpaket Röhrentechnik

Elektronenröhren üben immer noch eine große Faszination auf den Hobbyelektroniker aus. Im Gegensatz zu äußerlich eher puristisch daherkommenden modernen Bauteilen, wie Transistoren, Dioden oder ICs umgibt sie schon durch ihr äußeres eine geheimnisvolle Aura. Dass audiophile Zeitgenossen behaupten, Röhrenverstärker hätten einen besseren Klang kommt hinzu.


Mini Röhrenverstärker aus dem Lernpaket

Was macht eigentlich so eine Elektronenröhre, und was macht sie so besonders? Das Lernpaket von Burkhard Kainka, der jährlich auch für den Conrad Adventskalender und einige andere Lernpakete und Radiobausätze verantwortlich ist, gibt Aufschluss.

Ich habe mir das Paket zu Weihnachten gegönnt, auch weil es beim Pearl-Versand deutlich heruntergesetzt war. Endlich mal so eine Elektronenröhre zu beschalten und im besten Fall zu verstehen, was da vor sich geht, waren meine Gründe.

Neben der Röhre und einigen elektronischen Bauteilen bekommt man eine Experimentierplatine, auf der die Versuche aufgebaut werden. Im Gegensatz zur allgemein üblichen Steckplatine ist hier jede Menge Löten angesagt. Eine gute Übung. Die Versuche lassen sich so nicht ruck zuck aufbauen, dafür gibts ein wenig Bastelspaß dazu und man hat genug Zeit über die Theorie zu grübeln. Statt schnell geht es hier eher bedächtig zu. Wem das ewige an und ablöten der Drähte zuviel wird, behilft sich mit ein paar Krokoklemmen. Zumindest bei Versuchen, bei denen ein Widerstand ein paar mal ausgewechselt wird, macht es Sinn, diesen nicht andauernd an und abzulöten.

Bisher habe ich den ersten Teil durchgearbeitet, in dem die grundlegende Funktionsweise erklärt wird. Eine Elektronenröhre besteht im wesentlichen aus einer beheizten Kathode (einem Stück Metall, das mit der Masse verbunden ist), mehreren Gittern und einer Anode. Die Kathode sendet im Betrieb Elektronen ins Vakuum. Liegt an einem Gitter oder einer Anode eine positive Spannung an, wandern diese dorthin und ein Strom fließt. Über die Gitterspannung lässt sich nun der Stromfluss beeinflussen. Sie lässt sich somit am ehesten mit dem modernen Bauteil Transistor vergleichen.

Der zweite Teil beginnt mit der ersten praktischen Anwendung: Man baut einen kleinen Verstärker auf. Die Röhre dient hier als Vorverstärker, die an einen weiteren Endverstärker, in Form eines LM 386, angeschlossen ist. Beim Berühren des Eingang hatte ich sogar Radioempfang, ich habe also bereits ein einfaches Radio gebaut.