T5A (3): Experiment 1 – Monostabile Kippstufe

Ab jetzt wird der Titel dieser Serie mit T5A abgekürzt. T5A steht einfach für „Timer 555 für Anfänger“. So werden die Überschriften übersichtlicher und ich habe nicht so viel zu tippen!

Dir raucht der Kopf von der ganzen Theorie? Okay, zur Entspannung bauen wir mal eine Schaltung auf, später werden wir uns damit auseinandersetzen, was „unter der Haube“ passiert (dann beginnt wieder die Theorie!). Unsere erste Schaltung ist die „Monostabile Kippstufe“. Im letzten Blogpost zu unserer Serie habe ich erläutert, was das bedeutet. Bauen wir sie also auf dem Steckbrett nach!

monostabile kippstufe_Steckplatine

Den Vorwiderstand vor der LED habe ich großzügig mit 10k gewählt, um mir die Rechnerei zu sparen. Zu beachten ist, dass der Elektrolytkondensator C1 in der richtigen Richtung eingesteckt wird. Das Beinchen, das deutlich mit „–“ beschriftet ist wird in die Stromversorgung „–“ gesteckt (Masse oder GND). Das andere Beinchen steckt an Pin 7 des NE555. In der Abbildung sieht es so aus, als wäre das längere Beinchen in der „Masseleitung“. In Wahrheit ist das genau umgekehrt. Auch die LED muss in der richtigen Richtung eingesetzt werden, sonst leuchtet sie nicht. In welche Richtung C2 eingesteckt ist, ist egal. Wichtig ist nun noch, das der NE555 richtigherum in die Steckplatine gesteckt ist: die kleine Kerbe auf dem Chip zeigt nach links.

Wenn Du die Schaltung fertig aufgebaut hast, drücke den Knopf. Du wirst sehen, dass die LED für ca. 1 Sekunde aufleuchtet und dann wieder erlischt. Das ist ja noch kein Treppenlicht, wirst Du dir denken, wenn Du den letzten Post gelesen hast. Richtig. Die Bauteile, die für die Länge des Aufleuchtens verantwortlich sind, sind der Widerstand R1 und der Kondensator C1. Alle anderen Bauteile können wir fürs erste links liegen lassen. Probiere einfach mal ein paar andere Widerstände oder Kondensatoren. Du wirst sehen, dass sich die Zeit, wie lange die LED aufleuchtet, verändert. Je höher die Werte sind, umso länger leuchtet die LED. Du kannst auch einen Potentiometer anstelle des Widerstandes R1 einsetzen. Verbinde dazu einfach das mittlere und ein äußeres Beinchen mit einem Stück Draht und setze die Drähte anstelle des Widerstandes ein:

Nun kannst Du die Zeit mit Hilfe des Potentiometers (Drehwiderstand) einstellen. Bevor es im nächsten Blogpost mit der Theorie weitergeht, kannst Du ruhig ein wenig herumexperimentieren. Keine Angst. Der NE555 ist ein robuster Chip und Du kannst nicht viel kaputt machen. Sollte dennoch ein Kondensator durchbrennen oder gar der ganze Chip einfrieren, handelt es sich um Cent-Ware, die Du billig ersetzen kannst.

Apropos Bauteile: Kondensatoren und Widerstände findest Du zu Hauf und kostenlos in alter, defekter Elektronik. Je älter desto besser, denn in modernen Geräten gibt es immer mehr superwinzige SMD-Teile, mit denen der Freizeitelektroniker wenig anfangen kann. Wie Du an diese Teile herankommst, erkläre ich hier.

Solltest Du Probleme mit der Schaltung haben, oder Kommentare, Verbesserungsvorschläge etc. freue ich mich über Deine Nachrichten!